
Der US-amerikanische Schauspieler, Regisseur und Musiker zählt zur neuen Elite Hollywoods. Sein intensives Spiel und das Feingefühl für schwierige Charaktere brachten Johnny Depp zwei „Oscar“-Nominierungen und bereits sechs „Golden Globe“-Nominierungen ein. Nach „Platoon“ feierte er mit der TV-Serie „21 Jump Street“ seinen internationalen Durchbruch. Nach Produktionen wie „Edward mit den Scherenhänden“, „Don Juan DeMarco“ oder „Fluch der Karibik“ ist sein Name eine feste Größte im internationalen Filmgeschäft.
Johnny Depp wurde als viertes Kind des Technikers John Christopher Depp und der Kellnerin Betty Sue, am 9. Juni 1963 in Owensboro im US-Bundesstaat Kentucky geboren.
Er wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Nach der Scheidung seiner Eltern brach der Sechzehnjährige die Schule ab und zog nach Los Angeles. Er war leidenschaftlicher Musiker und wurde Gittarist bei der Band „The Kids“.
Zu dieser Zeit entwickelte sich ein enger Kontakt zu dem Schauspieler Nicolas Cage, der bereits Erfahrungen im Filmgeschäft gesammelt hatte. Cage riet ihm, es doch mit der Schauspielerei zu versuchen.
So kam Johnny Depp dann zu seinem Kinodebüt 1984 in dem Horror-Klassiker „Nightmare on Elm Street“. Seine nächste Rolle erhielt Johnny Depp daraufhin 1985 in der Produktion „Die Superaufreißer“.
Erste größere Anerkennung verdiente er sich mit seinem Beitrag in Oliver Stones Kriegsepos „Platoon“, in dem er einen Übersetzer spielte und sich dafür monatelang in der vietnamesischen Sprache übte.
Zu seinem Durchbruch wurde die TV-Serie „21 Jump Street“, die 1987 auf Sendung ging. Bis 1990 avancierte Johnny Depp zum Teenageridol und zum Star der Serie, die schließlich ganz auf seine Rolle ausgerichtet wurde.
Kultregisseur John Waters besetzte Depp 1990 im Halbstarken-Drama „Cry Baby“ mit der Hauptrolle. Seinen nächsten Film drehte er unter der Regie von Tim Burton. „Edward mit den Scherenhänden“ wurde zu einer Paraderolle für Depps Schauspiel und seine Rollenwahl – die etwas skurrilen aber immer auch sensiblen Charaktere verkörpert er wie kein Anderer. Weitere Filmhighlights waren „Ed Wood oder „Don Juan DeMarco“.
2001 folgte „From Hell“, in dem Depp in der Hauptrolle des Inspektors „Jack Abberline“ Jagd auf den unheimlichen Londoner Massenmörder Jack the Ripper macht.
Mit „Fluch der Karibik“ und seiner Darstellung des Piraten „Jack Sparrow“ löste er 2003 ein Revival des Piratenkultes aus. Im Februar 2004 wurde er für diese Hauptrolle mit dem „SAG Award“ (Screen Actors Guild) ausgezeichnet und für den „Oscar“ für die beste Hauptrolle nominiert. Eine weitere Nominierung als „Bester Schauspieler“ erhielt Depp im Vorfeld der „Oscar“-Verleihung 2005 für seine darstellerische Leistung in „Finding Neverland“, einem Film über die Entstehung des Märchens „Peter Pan“.
Im Jahr 2006 wurde er für „Charlie und die Schokoladenfabrik“ mit den People’s Choice Award ausgezeichnet. 2007 erhielt er denselben Preis für seine Hauptrolle in der Fortsetzung des Piratenfilms „Fluch der Karibik 2″. Im Jahr 2007 erlangte der Piraten-Dreiteiler mit „Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt“ seinen Höhepunkt und zugleich das Finale.
Die 2007 angekündigte Verfilmung von „Nick Hornbys A Long Way Down“ wurde der erste Film, bei dem Depp als Produzent fungiert.